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Auftakt in Berlin 2019: Projektposter MethaNiKuh (PDF)

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Tierernährung

MethaNiKuh

Minderung der Methanemission bei der Milchkuh mittels 3-Nitrooxypropanol (3NOP) und Variation des Konzentratanteils in der Ration

In dem Projekt soll untersucht werden, in welchem Ausmaß ein erhöhter Konzentratanteil in der Ration in Kombination mit 3-Nitrooxypropanol (3NOP) zur Minderung der Methanemission bei der Milchkuh beitragen kann. Methan zählt zu den klimarelevanten Treibhausgasen, und eine Reduzierung der Methanemission ist daher wünschenswert. Bei der Umwandlung der Nährstoffe im Pansen der Wiederkäuer entstehen Wasserstoff (H2) und Kohlendioxid (CO2). Diese sind im Wiederkäuermagen nicht weiter nutzbar und werden von methanotrophen Archaeen zu Methan (CH4) reduziert. Neben der umweltrelevanten Wirkung stellt dies zudem einen Verlust an Futterenergie für das Tier dar. Die Fütterung von Rationen mit einem hohen Grundfutteranteil führt aufgrund des Faseranteils zu einer erhöhten Methanbildung. Im Vergleich dazu wird bei Rationen mit hohem Kraftfutteranteil weniger Methan je produziertem Liter Milch produziert. Somit ist es möglich, durch einen möglichst hohen Konzentratanteil, die Methanemission zu senken. Das Molekül 3-Nitrooxypropanol (3NOP) ist eine organische Verbindung und Inhibitor des Enzyms Methyl-Coenzym-M-Reduktase, welches den letzten Schritt im Stoffwechselweg der Methanogenese katalysiert. In einem Fütterungsexperiment mit Milchkühen der Rassen Deutsche Holstein werden die Methanemissionen tierindividuell quantifiziert. Es werden die Einflüsse von variierenden Konzentratanteilen in der Ration und von 3NOP auf die Methanbildung im Pansen bei Milchkühen in der Frühlaktation untersucht. Dabei soll nicht nur die Methanemission der Tiere quantifiziert werden, sondern auch Leistungs- und Tiergesundheitsparameter sowie Parameter des Pansen- und Energiestoffwechsels betrachtet werden. Die Reduzierung der Methanemission in der Frühlaktation könnte den Energieverlust und das Energiedefizit des Tieres minimieren sowie die Futterverwertung und Tiergesundheit verbessern.