Projektinformationen

Beitrag des Projektes KlimaKOM für die Innovationstage 2020 im Auftrag des BMEL

KlimAgrar-Jahrestreffen 2020:
Projektposter KlimaKOM (PDF)

Auftakt in Berlin 2019: Projektposter KlimaKOM (PDF)

Projektvideo

Filmbeitrag zur KlimAgrar-Arbeitstagung Schädlinge und Krankheiten am 30. März 2021: Sammlung von Pflanzenduftstoffen im Weinberg (MP4, 03:19 min, HD720, 46 MB)

Duftstoffsammlung in der Free Air Carbondioxid Enrichment (FACE)-Anlage der Hochschule Geisenheim durch Jannicke Gallinger und Natalie Giesen vom JKI, Dossenheim. Im Video wird das Vorgehen bei der Sammlung der Blatt- und Fruchtdüfte von Weinreben (Riesling und Cabernet Sauvignon) in einer Rebanlage vorgestellt, in der die im Jahr 2050 zu erwartenden CO2-Gehalte von 480 ppm im Freiland in sog. FACE-Ringen simuliert werden.

Kontakt

Prof. Dr. Annette Reineke
Einzelprojektleitung
Hochschule Geisenheim

annette.reineke@hs-gm.de
Telefon +49 6722 502413

ptBLE-FKz 28-1-B2.044-16

Pflanzenschutz

KlimaKOM

Einfluss wesentlicher Faktoren des Klimawandels auf die Interaktion von Schädlingen mit ihren Kulturpflanzen und Berücksichtigung der Ergebnisse bei deren Bekämpfung in Obst- und Weinbau

Der Einfluss des Klimawandels auf innovative Verfahren im Pflanzenschutz, die auf sogenannten Info- oder Semiochemikalien (Pheromonen, Allelochemikalien) beruhen, ist noch wenig erforscht. Erste Errungenschaften im biologischen Pflanzenschutz sind durch klimabedingte Veränderungen gefährdet. Infochemikalien werden zum einen zum Monitoring von Schadorganismen eingesetzt, um den Behandlungszeitraum mit Insektiziden genau zu terminieren und somit den Aufwand zu verringern. Zum anderen kann durch das Ausbringen von Sexualpheromonen (Verwirrmethode) der Insektizideinsatz für die Bekämpfung der Traubenwickler im Weinbau deutlich reduziert werden. Beide Systeme beruhen auf der chemischen Kommunikation von Insekten. Darunter versteht man, dass volatile Signale aus der Luft (emittiert von Pflanzen oder anderen Insekten) von den Insekten wahrgenommen werden und zu einem bestimmten Verhalten führen (Anlockung, Abschreckung, Verwirrung). Reaktive Substanzen wie Ozon können die Wirkung der Infochemikalien verändern. Unter Einwirkung von klimabedingten Einflüssen (erhöhtes CO2 und erhöhtes Ozon) ist somit ein Wirkstoffabbau mit veränderter Wirkdauer möglich. Das Ziel des Forschungsvorhabens ist daher die Untersuchung des Einflusses dieser Faktoren auf die Interaktion von Kulturpflanzen und Schaderregern, bei denen bereits mit Erfolg solche Verfahren angewandt werden oder in Entwicklung sind. Die Ergebnisse sollen bei der Entwicklung und Verbesserung innovativer Bekämpfungsverfahren von Schaderregern in Obst- und Weinbau wie beispielsweise der Verwirrmethode angewandt werden, die großen Anteil daran haben, den weiteren Ausstoß von Treibhausgasen bei der Pflanzenschutzmittelherstellung und -ausbringung zu reduzieren.

Themen: Klimawandel (Globale Erwärmung) · Folgen der globalen Erwärmung (Klimafolgen) · Anpassung an die globale Erwärmung (Klimaanpassung) · Minderung der Treibhausgasemissionen (Klimaschutz) | Ausbreitung · Biologischer Pflanzenschutz · Insektizide · Kohlenstoffdioxid (CO2) · Nützlinge · Obstbau · Ozon (O3) · Pflanzenbau · Pflanzenschutz · Pheromone · Schädlinge (Schadinsekten) · Schädlingsbekämpfung · Vektor · Viren, Bakterien · Weinbau

Klimagerechtes Handeln
in der Landwirtschaft

Ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung – an der Universität Potsdam

BMEL, BLE, Uni Potsdam, Landwissenschften

Die Förderprojekte aus dem Programm zur Innovationsförderung des BMEL zum Klimaschutz in der Landwirtschaft

Weitere Förderprojekte aus dem Programm zur Innovationsförderung des BMEL in der Landwirtschaft