Arbeitstagung

Veränderung und Anpassung systemübergreifender Stoffströme unter dem Einfluss des Klimawandels als Beitrag zum Klimaschutz

Träger der Arbeitstagung, die am 5. März 2020 unter der Federführung des Förderprojektes KlimaBioHum ausgerichtet wurde, sind das Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau (UBA), der Förderverband Humus e.V. und die Gütegemeinschaft Kompost Ost e.V.. Das Programm und eine Nachlese mit Links zu den Vorträgen hält der FVH vor; Sie finden diese auch in unserem Tagungskalender.

Projektinformationen

Projekt-Webseite: www.klimabiohum.de

KlimAgrar-Jahrestreffen 2020:
Projektposter KlimaBioHum (PDF)

Auftakt in Berlin 2019: Projektposter KlimaBioHum (PDF)

Kontakt

Dr. Jürgen Reinhold und Julian Hirschberg
Projektkoordination
FVH Förderverband Humus e.V., Zossen b Berlin

jhirschberg@fvh-humus.de
Telefon +49 3377 332573

ptBLE-FKz 28-1-B3.032-16

Jaqueline Daniel-Gromke
Einzelprojektleitung
DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH, Leipzig

jaqueline.daniel-gromke@dbfz.de
Telefon +49 341 2434441

ptBLE-FKz 28-1-B3.033-16

Dr. Jens Dautz
Einzelprojektleitung
Terra Urbana Umlandentwicklungsgesellschaft mbH, Zossen b Berlin

jdautz@terraurbana.de
Telefon +49 3377 300796

ptBLE-FKz 28-1-B3.034-16

Bodenfruchtbarkeit

KlimaBioHum

Klimaschutzorientierte Bioabfallverwertung für die Landwirtschaft

Das Gesamtziel des Vorhabens besteht in der Limitierung von THG-Bilanzen bei der Verwertung von Bioabfällen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und Düngerecht. Die Entwicklung der Pilotversion einer Klimaschutz-Gütesicherung kann künftig für die Bioabfallwirtschaft als Maßnahme einer freiwilligen Selbstregulierung der Wirtschaft dienen. Mit dem Vorhaben werden folgende Ziele des Programms zur Innovationsförderung im Themenbereich Boden als Beitrag zum Klimaschutz gemäß Pariser Abkommen (COP21) und zur Anpassung an Klimaänderungen bedient:

  • Maßnahmen zur Minderung von THG-Emissionen
  • Limitierung der THG-Emissionen und der Kohlenstoff- und Nährstoffverluste in den verschiedenen Prozessschritten bei der Bioabfallbehandlung
  • Limitierung des Verbrauchs von CO2-Äquivalenten bei der Biobabfallbehandlung
  • Entwicklung von optimierten Bioabfallbehandlungsverfahren für eine hohe Nährstoffwirkung und Humusreproduktionsleistung der hergestellten organischen Materialien

 

Der wichtigste Bezug zu den Zielen des Programms zur Innovationsförderung besteht in der Entwicklung der Pilotversion einer Klimaschutz-Gütesicherung. Die Bioabfallbehandlung erfolgt nach folgendem grundsätzlichen Prozessablauf, der im Vorhaben bezüglich seiner Auswirkungen auf Treibhausgase bilanziert wird:

  • Annahme und Vorbehandlung der Ausgangsstoffe
  • Aerobe Intensivrotte (mit Selbsthygienisierung) bzw. anaerobe Vergärung
  • Aerobe Nachbehandlung (Nachrotte)
  • Konfektionierung und Produktlagerung

 

Mit dem Vorhaben soll eine klimaschutzgerechte Erfassung, Bewertung und Steuerung aller Prozesselemente der Bioabfallbehandlung zur Herstellung organischer Dünger bzw. Bodenhilfsstoffe für die Landwirtschaft ermöglicht werden – insbesondere durch die Ableitung von mit geringem Aufwand messbaren Parametern zum Nachweis für Klimaschutzauswirkungen der Bioabfallbehandlung – sowie durch die Entwicklung von Orientierungswerten und für eine THG-Bilanzierung von Bioabfallbehandlungsanlagen für die Gütesicherung.