Projektinformationen

KlimAgrar-Jahrestreffen 2020: Projektposter FungiSens (PDF)

Auftakt in Berlin 2019: Projektposter FungiSens (PDF)

Kontakt

Prof. Dr. Joachim Müller
Projektkoordination
Universität Hohenheim, Stuttgart

joachim.mueller@uni-hohenheim.de
Telefon +49 711 45922490

ptBLE-FKz 28-1-B2.005-16

Ronald Krause
Einzelprojektleitung
GEOsens GmbH, Schallstadt

r.krause@geosens.de
Telefon +49 7664 962578

ptBLE-FKz 28-1-B2.006-16

Manuel Becker
Einzelprojektleitung
Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau, Weinsberg

manuel.becker@lvwo.bwl.de
Telefon +49 7134 504140

ptBLE-FKz 28-1-B2.049-16

Dr. Götz Reustle
Einzelprojektleitung
Felsengartenkellerei Besigheim eG, Hessigheim

g.reustle@felsengartenkellerei.de
Telefon +49 7143 816012

ptBLE-FKz 28-1-B2.050-16

Pflanzenschutz

FungiSens

Prognose und Detektion von Pilzerkrankungen im Weinbau durch feinmaschige Messung des Mikroklimas und Einsatz bildgebender Messverfahren

Durch klimatische Veränderungen wird auch in den Weinbaugebieten Deutschlands das Auftreten verschiedener Schädlinge und Pilzerkrankungen begünstigt. Vor allem der falsche Mehltau (auch: Peronospora) kann zu erheblichen Ertragseinbußen führen, wenn er nicht rechtzeitig identifiziert und behandelt wird. Die Behandlung erfolgt üblicherweise protektiv oder kurativ, nach positiver Indikation einer Infektion. Gängige Methoden sind jedoch entweder ungenau, teuer, zeitintensiv oder nur nach Ausbruch anwendbar. In den letzten Jahren haben sich Prognosemodelle, die Pilzbefall auf Grundlage von Wetterdaten berechnen, durchgesetzt. Die Aussagekraft dieser Modelle ist durch die geringe räumliche Verfügbarkeit von meteorologischen Daten jedoch stark beschränkt und lässt im Bestfall lediglich eine Prognose für einen Radius von mehreren Kilometern zu. Durch Mikrosensoren, die direkt im Bestand installiert werden und das Mikroklima an mehreren Positionen innerhalb eines Schlages erfassen und den Prognosemodellen zur Verfügung stellen, lässt sich die Modellpräzision so stark erhöhen, dass Pflanzenschutzbehandlungen schlag- oder sogar punktgenau geplant werden können. Durch den zusätzlichen Einsatz infraroter und hyperspektraler bildgebender Verfahren können physiologische Reaktionen der Weinrebe auf einen Pathogenbefall schnell und großflächig detektiert werden. Die Aussagekraft der Mikrosensoren lässt sich so validieren, neue Zusammenhänge lassen sich erschließen und robuste Korrelationen für die Prognosemodelle können erstellt werden.